12/08/2009

Another Great City

Wenn man sich die nördliche Atlantikküste der USA auf der Karte anschaut und die großen Städte betrachtet, sieht man dass wir bereits die meisten Städte bereist haben. Bislang fehlte jedoch noch Bosten. Diesen Posten auf unserer Reiseliste haben wir am vergangenen Wochenende abgehakt.
„At lunch time“ ging es bei der Firma am Freitag los. Mit einem kleinen Zwischenstop an der Endstation der Metrolinie 6, wohin wir Laura bestellt hatten, ging es auf den I-95 nach Norden. In Groton war der nächste Halt geplant. Hier liegt die USS Nautilus, das erste Atom-U-Boot. Da das Schiff bereits um zehn vor vier geschlossen wurde, ging es im zehn Minuten Schnelldurchgang durch die engen Räumlichkeiten des Stahlrumpfes. Es sah eigentlich aus wie andere U-Boote aus und vom Atomantrieb wurde nichts gezeigt. Von Tim Hortons gestärkt ging es dann weiter nach Boston. Nach dem Abendessen nahmen wir an einer „Pub Crawl“ teil, die vom Hostel angeboten wurde. Hier traf ich einen Finnen, der in der gleichen Klasse wie mein Austauschschüler aus Finnland war und jetzt an der gleichen Uni studiert. Die Welt ist schon verdammt klein! Später viel ich noch einer der kontaktfreudigen amerikanischen Mädels im Club zum „Opfer“.
Am nächsten morgen nahmen wir an einer inoffiziellen Harvard Campusführung teil und lernten einige Geschichten über den Campus und seine Studenten.

Für den Nachmittag haben wir uns den Freedom Trail vorgenommen gehabt und trotz Dauerregen durchgezogen. Entlang einer roten Linie in der Stadt sind die Sehenswürdigkeiten zu großen Teilen der amerikanischen Geschichte, die in Boston geschrieben wurden, zu finden. Wegen des ungemütlichen Wetters entstanden auch kaum Fotos. Das erste mal fühlte es sich richtig winterlich an und auf Heimweg von der USS Constitution, dem Ende des Trails, ging der Regen in Schnee über.
Abends konnte ich meinen ersten Schneeball für diesen Winter werfen. Leider fanden meine Mitmenschen nicht so viel Gefallen an dem frischen Weiß, sodass ein Schneeballeffekt zur Schneeballschlacht ausblieb.
Sonntags besuchten wir das MIT Museum, nachdem wir uns mit einem ordentlichen Diner-Frühstück gestärkt hatten.
Auf dem Rückweg gen Süden fuhren wir bei mittlerweile strahlendem Sonnenschein durch das verschneite Massachusetts.
Erneut kurz vor Museumschluss kamen wir am Mystic Seaport an. Hier gibt es einen kleinen historischen Hafen zu besichtigen. In den Häuschen aus dem 19. Jahrhundert spielen Rollenspieler das Leben der Vergangenheit. Leider waren diese kurz vor dem Schließen des Museums bereits fast alle abgezogen.



Auf dem Weg zum Port Authority Bus Terminal in Manhattan, wo wir Laura auf die weitere Heimreise schickten, fuhren wir noch am Rockefeller Center vorbei, um den berühmten Weihnachtsbaum zu sehen. Ich war jedoch wirklich ein bisschen entsetzt, weil er mit bunten Lichtern geschmückt ist und daher meiner Meinung nach nicht gerade schön ist. Wie man von den privaten Dekorationen an den Wohnhäusern ableiten kann, sehen das viele Amerikaner offenbar anders.

Dieser Wochenendsausflug war die letzte größere Fahrt während des Praktikums. Ab jetzt wird unser Mietwagen mit uns nur noch auf Long Island unterwegs sein.

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