5/12/2010

Back Home

Gestern bin ich wieder in Deutschland gelandet. Die vergangenen Monate vergingen wie im Flug und vor allem während dem Spring Semester an der Purdue University fehlte die Zeit zum Erzählen und Bilder zeigen.
Über das Osterwochenende hatte ich Besuch meiner Eltern. Das Wochenende verbrachten wir in Chicago:
Cloud Gate aka The Bean

John Hancock Center

 
Am Millenium Park

Unsere Hotel Lobby



'L' Train

Cloud Gate


Während der Stress mit Projektabgaben und den Finals an der Uni stieg, habe ich noch ein paar Bilder des Campus gesammelt:

Bell Tower

Mechanical Engineering Building

Engineering Fountain


ACACIA Fraternity - Mein zu Hause für die letzten vier Monate



Vergangenen Freitag nach dem letzten Final gab es eine Abkühlung in den Brunnen des Campus beim Fountain Run:

Es folgte noch ein Party- und Relax-Wochenende mit Freunden in einem Ferienhäuschen am See, bevor es mit leichter Verspätung und Umweg wegen des Eyjafjallajokull Vulkans per Flieger wieder nach Hause ging.

Eigentlich sollten alle Noten des Semesters bereits online sein. Da ein Professor aber mal wieder ein bisschen "I goofed" praktiziert hat, fehlt noch die letzte Note.

Nach acht Monaten in den USA schaue ich auf eine sehr schöne, bereichernde und auch erfolgreiche Zeit zurück. Nun geht das Studium in Deutschland weiter und der Blog ist mit diesem Eintrag abgeschlossen.

4/10/2010

Spring Break Review

Vom 13. bis 21. März hatte ich Spring Break - also eine Woche Uni-frei. Da ich wirklich "Uni-frei" gemacht habe und zwei Exams in der Folgewoche geschrieben habe und dann der Unialltag weiterging, kam ich noch gar nicht zum Erzählen.

Da nächste Woche wieder zwei Exams anstehen, möchte ich nicht allzu viel Erzählen, aber wenigstens ein paar Bilder zeigen.

Ich startete am 13.März nach der Uni Richtung Chicago. Dort kam ich bei einem aus der Fraternity unter. Wir waren mit seinen Eltern gut essen. Leider war die gesamte Stadt im Nebel versunken: Keine Bilder...

Am Samstag flog ich nach Salt Lake City, Utah. Da meine Tasche in Denver verloren ging und auch sonst nicht alles ganz plangemäß lief, hatte ich eine sehr kurze Nacht  Sonntags war ich in herrlichstem Pulverschnee im Skigebiet Alta unweit der Stadt Skifahren. Da ich alleine unterwegs war und es neblig war: Keine Bilder...

Abends habe ich mir die Stadt angeguckt, die ehrlich gesagt nicht besonders viel zu bieten hat. Die schönsten Gebäude sind das Utah State Capitol:

und ein Verwaltungsgebäude für Stadt und County:
Am nächsten Tag ging es wieder Skifahren. Diesmal bei herrlichem Sonnenschein und immer noch bestem "Powder" im Skigebiet Snowbird.

Abends traf ich Konrad am Flughafen und wir führen gemeinsam nach Moab.

Dienstags ging es auf dem Mountainbike über Slickrocks:
Da der Tag abends etwas ungeplant zu Ende ging, waren wir am nächsten Tag nicht noch einmal mit den Mountainbikes unterwegs. Stattdessen wanderten wir zum Castleten Tower (die Felssäule):
Da man sich hier in der Wüste gerne mit den Dimensionen verschätz, möchte ich anmerken dass es mehr als 500 Höhenmeter zum Fuß des Castleton Towers ist. Oben angekommen gab es eine herrliche Aussicht über die Landschaft.
 Unten wieder angekommen nochmal ein Blick zurück aus der Ameisenperspektive:
Am Abend ging es wieder nach Salt Lake City. Von dort am nächsten Morgen weiter zu den Bonneville Salt Flats (Salzkruste auf der diverse Land-Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt wurden). Leider mussten wir feststellen, dass die Salt Flats im Frühjahr ein großer Salzsee sind und es außer salzigem Wasser nichts zu sehen gab. Also: Wieder den Highway zurück nach Salt Lake City. Wir erwarteten Laura am Flughafen. Bis zur Ankunft waren wir noch im Museum der Hill Airforce Base. Abends ging es nach kurzer Stadtrundfahrt wieder nach Moab.
Am Freitag waren wir bei wechselhaftem Wetter im Arches National Park unterwegs.
"Balanced Rock"
Mal wieder Ameisenperspektive: Arch von unten gesehen.
Der längste: Landscape Arch mit 88,4 Metern
Der am meisten fotografierteste: Delicate Arch (auch auf dem Nummernschild von Utah abgebildet)

Am Samstag erkundeten wir den Canyonlands Nationalpark

Am Sonntag ging es per Flieger wieder Richtung Chicago und dann weiter zur Uni.

3/06/2010

Finally an update

In meinem letzten Eintrag habe ich geschrieben, dass ich mich melde sobald der Anfangsstress vorüber ist. Nun ja mittlerweile ist es März! Meinen Computer konnte ich an dem Wochenende auch wieder neu aufsetzen. Allerdings fing dann der Unialltag an…

Hier an der Purdue University bin ich mit vier „engineering classes“ gut beschäftigt. Jede Woche gibt es acht oder neun Hausaufgaben, Prelab-Aufgaben und Lab-Reporte abzugeben, die benotet werden und in meine Endnoten einfließen. So kommt es dass, man doch immer wieder mehr Zeit als man eigentlich möchte in der Uni verbringt. In der Uni stehen uns dafür ausreichend Arbeitsräume und Computer mit guter Softwareausstattung und großen Breitbildschirmen zur Verfügung. Wenn man sich von dem ganzen Stress erholen möchte steht das große Sportcenter mit Schwimmbad und Fitnesscenter zur Verfügung. Hier gehe ich gern schwimmen oder setze mich mal auf ein Ruderergo.

Für die Abendgestaltung gibt es hier ein paar Bars und den Neon-Cactus, die Disco in West Lafayette. Ansonsten gibt es auch immer mal wieder eine Party bei mir im Haus. Ich wohne hier bei einer Fraternity.
Ich bin zwar kein Mitglied aber genieße die Vorzüge im Haus. Dazu zählt vor allem das Essen. Zum Frühstück stehen eine Auswahl an Frühstückszerealien und Bagels zur Verfügung. Unter der Woche kocht mittags und abends unser Koch. Das genießen vor allem auch die anderen des Austauschprogramms, da es immer ausreichend zu Essen gibt, dass ich Gäste mitbringen kann. Das Essen ist echt super, sodass ich meistens nach dem Essen feststellen muss, dass ich eigentlich zu viel gegessen habe. An den Wochenenden werden Reste warmgemacht oder aus den Vorräten im Kühlschrank gekocht. Hier im Haus habe ich noch andere Vorzüge wie kostenloses Internet, Drucker, Waschmaschine, Trockner, etc. Seit vorletzter Woche spiele ich immer mal wieder mit ein paar Jungs nach dem Abendessen eine paar Runden Billard an unserem Pooltisch.

Hier in West Lafayette habe ich schon zwei Basketballspiele des Uniteams gesehen. In der Mackey Arena war auch beides Mal gute Stimmung und Purdue hat gewonnen.
Letztes Wochenende war ich mit vier Mädels bei Indianapolis shoppen. Nachdem ich sie in ein paar Boutiquen begleitet habe ging es weiter in eine Outletmall, wo es auch für mich etwas zu finden gab. Da wir uns nach zwei Midterm-Exams in der Woche zuvor etwas gönnen wollten, fiel das Shopping und das anschließende Abendessen etwas umfangreicher aus, sodass wir nicht einmal mehr Indianapolis selbst gesehen haben.


Im Januar und Februar hatten wir hier meist einen Wechsel aus ca. drei Tagen Schneefall und drei Tagen kein Niederschlag / leichtes Tauwetter. Mittlerweile ist der Schnee weggetaut. Die letzten drei Tage waren sonnig und auch schon recht angenehm warm. Heute war ich nur im Shirt draußen und hatte die Fenster beim Autofahren offen.


Heute geht später geht es ins Home-Depot um ein paar Teile für unser Senior-Design-Project zu besorgen. Meine Gruppe baut ein ROV (remote operated vehicle), ein kleines U-Boot für Erkundungszwecke. Wir nehmen sogar am ersten Mai mit dem Gefährt an einem Wettbewerb teil, bei der ein paar Aufgaben in einem Pool zu erfüllen sind.


Auch wenn ich hier recht wenig Freizeit habe, geht’s mir hier doch sehr gut! Erwartet also nicht allzu viele Blogeintrage. Ich könnte zwar von den letzten Wochen noch mehr erzählen und werde auch genug zu erzählen haben. Vor allem wenn es nächstes Wochenende zum Springbreak nach Utah geht. Dort werde ich Skifahren, Mountainbiken und Nationalparks ansehen. Da in der Woche danach direkt wieder zwei Exams anstehen, muss ein Bericht sicher auf sich warten lassen…

1/16/2010

There's a lot going on @ Purdue

Die erste Woche hier an der Uni verging wie im Flug! Es gab einiges zu organisieren. In den Kursen sind wir schon richtig durchgestartet. Die ersten Hausaufgaben, die benotet werden, sind bereits abgegeben und ueber das Wochenende gibt es viel zu arbeiten.
Zu aller Unnot hat ein Update meiner Firewall meinen Computer zerschossen. Deshalb bin ich gerade dabei mein Windows komplett neu aufzusetzen.
Neben den ganzen Dingen die an der Uni zu erledigen waren, gabs aber auch schon das Willkommensbier mit den Amis, die in Deutschland waren, einen "Neon-Cactus"-Disco-Besuch und eine Semester-Opening-Party gestern Abend. Im Uni-Sport-Center war ich auch schon einmal schwimmen und einmal Ergo-Fahren.
Wenn ich meinen Computer wieder in Ordnung gebracht habe und alle Sachen organisiert sind, dann schreibe ich nochmal mehr.

1/09/2010

Trip to the Extremes: Las Vegas, Death Valley & Grand Canyon

In Los Angeles verbrachten wir noch einen relaxten Tag, an dem wir über den Sunset Boulevard und durch Beverly Hills gecruised sind und am Strand von Venice Beach eine weitere Runde Frisbee und Pazifikschwimmen eingelegt haben.

Am Montag Nachmittag ging es dann in die Wüste.


Bei einem Spaziergang in der Wüste waren viele Spuren eines hiesigen Volkssports zu sehen: Es scheint dass in der Wüste kein Straßenschild ohne Einschusslöcher existieren darf. Patronenhülsen mischen sich stellenweise im fifty-fifty Verhältnis mit den Steinen am Boden.
Nach dem Einchecken in Las Vegas ging es einmal entlang des Strips. Am beeindruckendsten fand ich den Brunnen am Bellagio. Damit wir in den Genuss von kostenlosen Cocktail kamen, versenkten wir vier Dollar (= sechs Cocktails) in den Geldspielautomaten beim Bellagio. An anderen Orten machten wir ähnlich weiter.

Dienstags schliefen wir erst mal ordentlich aus. Nach Einkaufen und Joggen im Sunset Park war es dann an der Zeit 150 Dollar geschenkten „Promotional Cash“ pro Person zu verzocken. Leider wurden nur Jackpots ausgezahlt, die wir nicht knackten.
Nach Stops in verschiedenen Casinos zum Cocktailtrinken und dem gescheiterten Versuch ein paar Argentinier zu treffen, die wir zuvor im Hostel in Los Angeles kennen gelernt hatten, ging es dann für eine kurze Nacht ins Bett.

Am kommenden Morgen ging es nach einem schnellen Frühstück auf die Straße Richtung Death Valley. Fünfmal abbiegen, aber über zwei Stunden fahren...

Im Death Valley gingen wir am tiefsten Punkt der USA auf 86 Meter unter Normalnull auf der Salzkruste der Wüste spazieren...



... und erkundeten zwei Canyons in den Hängen des Tals.


Wir blieben bis die Sonne unterging.


Als erstes und letztes Tier zeigte sich dann ein Wüstenfuchs am Parkplatz, um das Kondenswasser der Autoklimaanlagen zu trinken. Von den Skorpionen und Schlangen, vor denen gewarnt wurde, sahen wir nichts.

Zurück in Las Vegas...

...besuchten wir „Zumanity – The sensual side of Cirque de Soleil“ Neben Akrobatik und Comedy gab es bei der Show für Mann und Frau etwas zu gucken.
Anschließend ging es in einen Club zum Tanzen, der bedauerlicherweise mit abruptem Stop der Musik und Licht um Viertel nach zwei alle Gäste vertrieb.
Mit der Erkenntnis, dass Shows nicht jeden Tag laufen, nicht alle Restaurants und Shops 24 Stunden geöffnet haben, Discos viel zu früh schließen, Hotels versteckte Gebühren erheben und kein kostenloses Internet anbieten, blieb Las Vegas ein wenig hinter den Erwartungen zurück die ich mitgebracht habe.

Nach Frühstück und Surfen im freien WLAN machten wir uns am Donnerstag auf den Weg zum Grand Canyon. Am Hover Dam machten wir einen Stop und besuchten mit einer Führung die Generatorräume im Fuß des mächtigen Staudamms und erfuhren einiges über die Region vor, während und nach dem Bau.


Am Damm trafen wir noch Katja und Katha mit Mitreisenden, die gerade andersherum vom Grand Canyon nach Las Vegas unterwegs waren.

Abends im Hotel angekommen genossen wir den Pool und mussten anschließend feststellen, dass in Tusayan, dem letzten Ort vor dem National Park, alle Restaurants (incl. Fast Food Ketten wie McDonalds und Wendys) nach elf Uhr bereits geschlossen haben.

Unseren letzten richtigen Tag der Rundereise begannen wir pünktlich zum Sonnenaufgang am Rand des Grand Canyons. Bei frischen 20° Fahrenheit und starkem Wind beobachteten wir wie der Schatten immer weiter die felsigen Hänge herabwanderte.



Nach dem Frühstück gingen wir entlang des verschneiten South Rims und genossen die Aussicht über das Tal, das der Colorado River in den Fels gewaschen hat. Mit dem Stand der Sonne und dem Blickwinkel ändert sich der Eindruck des Canyons ständig.






Gerne wären wir auch ein Stück weit in den Canyon hineingelaufen, aber die Ranger rieten wegen der eisigen Bedingungen davon ab. Erzählungen anderer Wanderer, die vorher im Tal waren, machten uns dann doch sehr neidisch. Dennoch war auch der Ausblick vom Rand ein tagesfüllendes Erlebnis.

Nun sind wir in Phoenix in Airport-Nähe angekommen, werden hier noch ein bisschen relaxen, unser Auto abgeben und dann gegen Mittag nach Indianapolis fliegen. Am Montag beginnt dann die Uni in West Lafayette.