In Los Angeles verbrachten wir noch einen relaxten Tag, an dem wir über den Sunset Boulevard und durch Beverly Hills gecruised sind und am Strand von Venice Beach eine weitere Runde Frisbee und Pazifikschwimmen eingelegt haben.
Am Montag Nachmittag ging es dann in die Wüste.
Bei einem Spaziergang in der Wüste waren viele Spuren eines hiesigen Volkssports zu sehen: Es scheint dass in der Wüste kein Straßenschild ohne Einschusslöcher existieren darf. Patronenhülsen mischen sich stellenweise im fifty-fifty Verhältnis mit den Steinen am Boden.
Nach dem Einchecken in Las Vegas ging es einmal entlang des Strips. Am beeindruckendsten fand ich den Brunnen am Bellagio. Damit wir in den Genuss von kostenlosen Cocktail kamen, versenkten wir vier Dollar (= sechs Cocktails) in den Geldspielautomaten beim Bellagio. An anderen Orten machten wir ähnlich weiter.
Dienstags schliefen wir erst mal ordentlich aus. Nach Einkaufen und Joggen im Sunset Park war es dann an der Zeit 150 Dollar geschenkten „Promotional Cash“ pro Person zu verzocken. Leider wurden nur Jackpots ausgezahlt, die wir nicht knackten.
Nach Stops in verschiedenen Casinos zum Cocktailtrinken und dem gescheiterten Versuch ein paar Argentinier zu treffen, die wir zuvor im Hostel in Los Angeles kennen gelernt hatten, ging es dann für eine kurze Nacht ins Bett.
Am kommenden Morgen ging es nach einem schnellen Frühstück auf die Straße Richtung Death Valley. Fünfmal abbiegen, aber über zwei Stunden fahren...
Im Death Valley gingen wir am tiefsten Punkt der USA auf 86 Meter unter Normalnull auf der Salzkruste der Wüste spazieren...
... und erkundeten zwei Canyons in den Hängen des Tals.
Wir blieben bis die Sonne unterging.
Als erstes und letztes Tier zeigte sich dann ein Wüstenfuchs am Parkplatz, um das Kondenswasser der Autoklimaanlagen zu trinken. Von den Skorpionen und Schlangen, vor denen gewarnt wurde, sahen wir nichts.
Zurück in Las Vegas...
...besuchten wir „Zumanity – The sensual side of Cirque de Soleil“ Neben Akrobatik und Comedy gab es bei der Show für Mann und Frau etwas zu gucken.
Anschließend ging es in einen Club zum Tanzen, der bedauerlicherweise mit abruptem Stop der Musik und Licht um Viertel nach zwei alle Gäste vertrieb.
Mit der Erkenntnis, dass Shows nicht jeden Tag laufen, nicht alle Restaurants und Shops 24 Stunden geöffnet haben, Discos viel zu früh schließen, Hotels versteckte Gebühren erheben und kein kostenloses Internet anbieten, blieb Las Vegas ein wenig hinter den Erwartungen zurück die ich mitgebracht habe.
Nach Frühstück und Surfen im freien WLAN machten wir uns am Donnerstag auf den Weg zum Grand Canyon. Am Hover Dam machten wir einen Stop und besuchten mit einer Führung die Generatorräume im Fuß des mächtigen Staudamms und erfuhren einiges über die Region vor, während und nach dem Bau.
Am Damm trafen wir noch Katja und Katha mit Mitreisenden, die gerade andersherum vom Grand Canyon nach Las Vegas unterwegs waren.
Abends im Hotel angekommen genossen wir den Pool und mussten anschließend feststellen, dass in Tusayan, dem letzten Ort vor dem National Park, alle Restaurants (incl. Fast Food Ketten wie McDonalds und Wendys) nach elf Uhr bereits geschlossen haben.
Unseren letzten richtigen Tag der Rundereise begannen wir pünktlich zum Sonnenaufgang am Rand des Grand Canyons. Bei frischen 20° Fahrenheit und starkem Wind beobachteten wir wie der Schatten immer weiter die felsigen Hänge herabwanderte.
Nach dem Frühstück gingen wir entlang des verschneiten South Rims und genossen die Aussicht über das Tal, das der Colorado River in den Fels gewaschen hat. Mit dem Stand der Sonne und dem Blickwinkel ändert sich der Eindruck des Canyons ständig.
Gerne wären wir auch ein Stück weit in den Canyon hineingelaufen, aber die Ranger rieten wegen der eisigen Bedingungen davon ab. Erzählungen anderer Wanderer, die vorher im Tal waren, machten uns dann doch sehr neidisch. Dennoch war auch der Ausblick vom Rand ein tagesfüllendes Erlebnis.
Nun sind wir in Phoenix in Airport-Nähe angekommen, werden hier noch ein bisschen relaxen, unser Auto abgeben und dann gegen Mittag nach Indianapolis fliegen. Am Montag beginnt dann die Uni in West Lafayette.