Nachdem wir gestern nach einem Wochenende in New Jersey nach Hause kamen stellten wir unser Auto wie schon öfter in der nächsten Querstraße ab. Als wir uns heute morgen zur Arbeit aufmachten, fanden wir an der Fahrertür ein zertrümmertes Ei vor. Das hatte offenbar jemand mit großem Elan gegen unser Fenster geworfen. Zudem klemmte unter dem Scheibenwischer eine rosa gelbes Zettelpacket. Ein Ticket!
"Parking at Fire Hydrant - 0 feet from - $75" Freude am frühen morgen...
Man beachte die Uhrzeit und den Hinweis auf dem Rücksendeumschlag! Es wird um fünf vor elf am Sonntag noch kontrolliert oder von Anwohnern gepetzt... Und bei nichtbeantworten des Tickets: "...may result in arrest"
Ob hier das Ei obligatorisch zu einem Ticket dazugehört wissen wir nicht. Möchte ich angesichts der Kosten aber auch nicht in einer representativen Studie herausfinden.
Noch habe ich auch nirgendwo gefunden, wie nah man an einem Hydrant heranparken darf. Mit 0 Fuß - also direkt davor geht schonmal nicht.
Dass wir aber nicht die letzten Rowdys sind, beweißt der Fakt das der Polizist mit der Laserpistole, die auf uns gerichtet war, keinen Grund sah uns hinterher zu fahren.
9/28/2009
9/27/2009
Rondom stuff about the last week
Shopping
Nachdem wir jetzt nachmittags kein TM mehr lernen müssen, haben wir uns mal in der Shopping-Mall Landschaft der Umgebung umgeguckt. Die normalen Malls sind mit großen Einkaufszentren in Deutschland zu vergleichen, vielleicht ein bisschen größer... Die Preise reißen einen jetzt auch nicht unbedingt vom Hocker. In der einen Outlet-Mall ist das anders. Dort wird ja so oder so mit unübersichtlichen Rabatten und Kombiangeboten um sich geworfen. Erwähnenswert ist aber noch eine Aktion, die es dort gerade gab. "Donate 1$ for Cancer and get 25% off" Also einen Dollar für die Krebsforschung geben und nach allen anderen Rabatten noch mal 25% vom Preis abgezogen bekommen. Lohnt sich also bei allen Produkten die mehr als 4$ kosten. Somit habe ich eine Tommy Hilfiger Hose für 24$ - also weniger als 20Euro - erstanden.
Running
Mit dem Mittagessen am Food Court der nächsten Shopping Mall vom Arbeitsplatz haben wir uns schon ganz gut den Amerikanern angepasst. Da wir das aber nicht unbedingt auch in Bezug auf Körpermaße und -gewicht tun wollen, gehen wir ab und zu joggen. Am Dienstag war es schon dunkel und wir entschieden mal den Bordwalk im Dunkeln zu testen. Wir wussten immerhin, dass dort Laternen stehen. Mit der Erwartung dort einsam zu sein, lagen wir aber falsch. Es war mehr los als beim letzten mal bei Tageslicht. Dieser Bordwalk war übersäht von Walkern, Joggern und Radfahrern. Wir liefen sogar an einem Sporttreff vorbei. Dort machten etwas beleibte Gestalten unter Anweisung Übungen auf Matten und Sitzbällen.
Am Freitag schafften wir es noch im Tageslicht und wählten wieder den Sandstrand vor dem Bordwalk. Das machen zwar kaum Amerikaner, aber für die verbleibenden 45 Minuten bis die Sonne am Horizont versunken war, war die erhöhte Intensität des Laufens im Sand auch angebracht. Die Waden waren diesmal danach auch schon weniger hart als nach dem ersten Ausflug im Sand.
Dem Joggen wurde jetzt auch noch ein kleines Ziel neben dem Ausgleich zum Job verpasst: An Thanksgiving wird an einem 5K-Run teilgenommen!
Friday Night
Gestern abend wollten wir mal die Kneipen in unmittelbarer Nähe unseres Hauses testen. Wir begannen mit einem Stop bei West End Pizza. Bei Pizza hatte man die Wahl zwischen Pizzastück und Pizza. Wir entschieden uns für eine Pizza zu zweit. Als wir unser Wagenrad bekamen machte die Bedienung auch schon so Andeutungen, das wir da einiges zu tun hätten. Das nahm ich aber als sportliche Herausforderung und konnte Konrad dazu überreden die gesamte Pizza auch vor Ort zu vernichten. Er hat mir das ein bisschen übel genommen, aber er konnte der Herausforderung meinerseits einfach weiter zu essen nicht wiederstehen.
Danach ging’s in die Tiki Bar. Offenbar nahmen wir den Seiteneingang, denn keiner wollte unsere ID sehen. Der Barkeeper, den man bei dem Lärm kaum verstehen konnte, wollte die Reisepässe auch nicht haben, obwohl wir sie ihm recht offensiv hinhielten. Auf die Frage was er habe meinte er "Alles" und packte für uns erst mal zwei Bud Light aus. Mit einem lauten "Long Island Iced Tea!?" konnten wir die Bierdosen wieder verschwinden lassen. Der Drink ging aufs Haus! Es war aber wohl kein normaler Long Island Iced Tea, denn der Barkeeper füllte den Becher mit Eis und Spirituosen. Von Zitronen-/Limettensaft oder Zuckersirup keine Spur. Cola gab’s einen Schuss zum Überlaufen und minimal braun färben unserer Schnapsmischung. Das war dann die zweite sportliche Herausforderung...
Anschließend probierten wir ein lokales Bier und lernten eine junge Dame kennen, deren Vorfahren alle aus Deutschland kommen. Sie war total happy Deutsch mit uns zu sprechen.
9/23/2009
Multiplying my proofs of identity or "Applying for a Social Security Card is free!"
Wie ich am Beispiel Bierkaufen schon mal erzählt habe, benötigt man in den USA einen Reisepass oder eine "U.S. issued ID" um den Alltag zu bestreiten. Bierkaufen ist hier allerdings das kleinere Übel. Behörden, Ämter oder irgendwelche andere Institutionen, von denen man etwas haben möchte, fordern gerne zwei "proofs of identity". Leider besitzt man als gemeinsterblicher "alien" in den USA so etwas nicht. Bislang habe ich mich auch ganz gut ohne zweiten Ich-Bin-Ich-Nachweis durchgeschlagen.
Beim Drogentest könnten wir die Arzthelferin mit einigem auf "Ich bin doch nur armer Austauschstudent und habe keine Ahnung" machen überzeugen, die Zeile "social security number" einfach frei zu lassen. Ob das so geklappt hat keine Ahnung... Man hat sich noch nicht bei mir gemeldet.
Strom- und Gas haben wir auf Konrad umgeschrieben. Er ist bereits seit längerem stolzer Besitzer einer "social security card" und damit einer "social security number", womit er seine Identität dem Energieversorger gegenüber bekräftigen konnte.
Nun gut, da einem das Herumschleppen des Reisepasses auf die Nerven geht und eine zweiter Identitätsnachweis als hilfreich erscheint, war die erste Idee einen Führerschein zu machen. Den Plan habe ich aber vorerst mal verworfen, da die hier im Staate New York meinen deutschen Führerschein beim Ablegen der Schriftlichen Prüfung (Es folgt noch die Praktische und ich habe zu dem Zeitpunkt keinen US-Führerschein) behalten und im Normalfall nach 60 Tagen vernichten wollen. Es soll zwar auch möglich sein, den Führerschein vor diesem Unheil zu bewahren, wenn man vorher beim Abgeben darüber informiert, dass man die Absicht hat wieder in sein Heimatland zurückzukehren. Das ist mir allerdings nicht so geheuer. Außerdem kann ich hier mit meinem deutschen Führerschein + internationalem Führerschein ganz legal am Straßenverkehr teilnehmen. Das New York State Department of Motor Vehicles (NYS DMV), das sich um die Führerscheinangelegenheiten kümmert, stellt aber auch "Non-Driver photo ID Cards" aus. Also quasi Führerscheine für Leute die keine Fahrberechtigung haben ;-) Das ist das Objekt der Begierde, um sich dann mit einer "U.S. issued ID" im Checkkartenformat ausweisen zu können. Der Haken dabei: Um die zu bekommen sind mal wieder zwei "proofs of identity" gefordert.
Ich zog also gestern los um mir eine "social security number" zuzulegen. Ob das so ganz ohne weitere Ich-Bin-Ich-Nachweise möglich sein sollte wusste ich bis dahin noch nicht. Während meiner Arbeitszeit führ ich zum nächstgelegenen Social Security Office. Ich hatte mich auch bereits vorher auf der Website informiert und das Antragsformular gedruckt und ausgefüllt. Erfreulicherweise ließt man darauf in der ersten Zeile "Applying for a Social Security Card is free!" Bis zum Betreten des Büros war dem auch so, denn die Parkhausschranke würde mir vom freundlichen Pfördner kostenlos geöffnet als ich vorgab zum Social Security Office zu wollen.
Als ich das "office" sah, wusste ich dass ich dort eine Weile brauchen werde. Und Zeit ist nun mal Geld... Von wegen "free"!
Zunächst wurde ich wieder von einem dieser Wachmänner begrüßt, der mich auf die Sachen hinwies, die auf den Schildern geschrieben waren. Diese Leute müssten sich bei mir immer so unglaublich unnötig vorkommen, weil ich ihnen immer erzähle, dass ich das gerade gelesen habe, was sie da reden.
Nun gut er wies mich darauf hin, dass ich zum Beantragen einer Social Security Card auf dem Willkommenscomputer die 1 drücken sollte. Mir würde meine Wartenummer A111 gedruckt. A war eine von fünf Nummerkategorien. Und es war zuletzt A104 aufgerufen worden. Ok - überschaubar dachte ich mir... Durchschaubar wurden für mich während meines Aufenthalts auch folgende Gesetzmäßigkeiten dieser Behörde. (Gültigkeit nur während meines Aufenthaltes nachgewiesen ;-) )
Und die Krönung: Bei meinem ersten Schritt zum Vermehren meiner "proofs of identity" galt dieser weiße Zettel "Form I-94" in meinem Reisepass als zweiter Ich-Bin-Ich-Nachweis neben meinem Reisepass selbst. (Zur Erklärung: Diesen Zettel habe ich selbst ausgefüllt und der Einreisebeamte am Flughafen hat lediglich einen Stempel draufgemacht nachdem er geprüft hat, dass meine Angaben mit den Daten im Pass übereinstimmen)
Mit dem Hinweis, dass ich meine Social Security Card in ca. zehn Tagen im Briefkasten haben sollte, wurde ich nach 115 Minuten Aufenthalt aus dem Büro verabschiedet.
Beim Drogentest könnten wir die Arzthelferin mit einigem auf "Ich bin doch nur armer Austauschstudent und habe keine Ahnung" machen überzeugen, die Zeile "social security number" einfach frei zu lassen. Ob das so geklappt hat keine Ahnung... Man hat sich noch nicht bei mir gemeldet.
Strom- und Gas haben wir auf Konrad umgeschrieben. Er ist bereits seit längerem stolzer Besitzer einer "social security card" und damit einer "social security number", womit er seine Identität dem Energieversorger gegenüber bekräftigen konnte.
Nun gut, da einem das Herumschleppen des Reisepasses auf die Nerven geht und eine zweiter Identitätsnachweis als hilfreich erscheint, war die erste Idee einen Führerschein zu machen. Den Plan habe ich aber vorerst mal verworfen, da die hier im Staate New York meinen deutschen Führerschein beim Ablegen der Schriftlichen Prüfung (Es folgt noch die Praktische und ich habe zu dem Zeitpunkt keinen US-Führerschein) behalten und im Normalfall nach 60 Tagen vernichten wollen. Es soll zwar auch möglich sein, den Führerschein vor diesem Unheil zu bewahren, wenn man vorher beim Abgeben darüber informiert, dass man die Absicht hat wieder in sein Heimatland zurückzukehren. Das ist mir allerdings nicht so geheuer. Außerdem kann ich hier mit meinem deutschen Führerschein + internationalem Führerschein ganz legal am Straßenverkehr teilnehmen. Das New York State Department of Motor Vehicles (NYS DMV), das sich um die Führerscheinangelegenheiten kümmert, stellt aber auch "Non-Driver photo ID Cards" aus. Also quasi Führerscheine für Leute die keine Fahrberechtigung haben ;-) Das ist das Objekt der Begierde, um sich dann mit einer "U.S. issued ID" im Checkkartenformat ausweisen zu können. Der Haken dabei: Um die zu bekommen sind mal wieder zwei "proofs of identity" gefordert.
Ich zog also gestern los um mir eine "social security number" zuzulegen. Ob das so ganz ohne weitere Ich-Bin-Ich-Nachweise möglich sein sollte wusste ich bis dahin noch nicht. Während meiner Arbeitszeit führ ich zum nächstgelegenen Social Security Office. Ich hatte mich auch bereits vorher auf der Website informiert und das Antragsformular gedruckt und ausgefüllt. Erfreulicherweise ließt man darauf in der ersten Zeile "Applying for a Social Security Card is free!" Bis zum Betreten des Büros war dem auch so, denn die Parkhausschranke würde mir vom freundlichen Pfördner kostenlos geöffnet als ich vorgab zum Social Security Office zu wollen.
Als ich das "office" sah, wusste ich dass ich dort eine Weile brauchen werde. Und Zeit ist nun mal Geld... Von wegen "free"!
Zunächst wurde ich wieder von einem dieser Wachmänner begrüßt, der mich auf die Sachen hinwies, die auf den Schildern geschrieben waren. Diese Leute müssten sich bei mir immer so unglaublich unnötig vorkommen, weil ich ihnen immer erzähle, dass ich das gerade gelesen habe, was sie da reden.
Nun gut er wies mich darauf hin, dass ich zum Beantragen einer Social Security Card auf dem Willkommenscomputer die 1 drücken sollte. Mir würde meine Wartenummer A111 gedruckt. A war eine von fünf Nummerkategorien. Und es war zuletzt A104 aufgerufen worden. Ok - überschaubar dachte ich mir... Durchschaubar wurden für mich während meines Aufenthalts auch folgende Gesetzmäßigkeiten dieser Behörde. (Gültigkeit nur während meines Aufenthaltes nachgewiesen ;-) )
- Es sind maximal drei der sechs Schalter geöffnet.
- Nummern der Kategorie A werden nur an Schalter 1 bedient.
- Zwischen zwei A-Nummern werden mindestens drei Nummern einer anderen Kategorie an Schalter 1 bedient.
- Rollstuhlfahrer werden grundsätzlich an einen der normalen Schalter gebeten und nicht an den Rollstuhlschalter mit niedrigem Tresen.
- Wartende haben die Wahl zwischen einem Stuhl in einer von neun achtstühligen Reihen, die zur Wand mit der Anzeigetafel der aufgerufenen Nummer gerichtet sind, oder einem von acht Tischplätzen, an denen man falls nötig Formulare ausfüllen kann.
- Der "Begrüßungswachmann", der die meisten Schilder offenbar auswendig kennt, isst genüsslich unter dem "Essen und Trinken verboten"-Schild. Als besonderer Service zu diesem Verbot wird auch einer der typischen Trinkbrunnen angeboten.
- Besucher die eine falsche Nummernkategorie gezogen haben, müssen eine neue Nummer ziehen, nachdem sie aufgerufen wurden.
- Sogar das ändern des Geburtsdatums auf der Social Security Card ist möglich. (Zumindest den Antrag zu stellen dies zu ändern schien dem Personal nicht unüblich)
- Bevor die eigene A-Nummer aufgerufen wird, werden seit der letzten A-Nummer sechs Nummern anderer Kategorien zu Schalter 1 aufgerufen
Und die Krönung: Bei meinem ersten Schritt zum Vermehren meiner "proofs of identity" galt dieser weiße Zettel "Form I-94" in meinem Reisepass als zweiter Ich-Bin-Ich-Nachweis neben meinem Reisepass selbst. (Zur Erklärung: Diesen Zettel habe ich selbst ausgefüllt und der Einreisebeamte am Flughafen hat lediglich einen Stempel draufgemacht nachdem er geprüft hat, dass meine Angaben mit den Daten im Pass übereinstimmen)
Mit dem Hinweis, dass ich meine Social Security Card in ca. zehn Tagen im Briefkasten haben sollte, wurde ich nach 115 Minuten Aufenthalt aus dem Büro verabschiedet.
9/21/2009
sunburn
Der aufmerksame Besucher meines Blogs hat es sicher schon festgestellt: Ich habe zwei Bildergallerien online gestellt:
our house - our car - our beach und Bilder aus Manhattan.
In Manhattan waren wir am Samstag und haben uns vor allem Downtown angeguckt. Wir sind mit dem Zug direkt von Long Beach zur Penn Station gefahren. Von dort ging's direkt (naja mit Warten an Sicherheitskontrollen und Ticketschalter) auf das Empire State Building. Voller Freude montierte ich meine Teleobjektiv auf die Kamera, machte sie an und konnte auf dem Display lesen "Keine Speicherkarte". Großes Kino! Die hatte ich im Kartenlesen vergessen. Ich habe mir Konrads geliehen und wieder unten galt dem SD-Kartenkauf erst mal höchste Priorität... Nachmittags haben wir eine Hop-On Hop-Off Downtown-Bustour gemacht und haben zwischendurch noch mehr zu Fuß erkundet. Danach haben wir uns ein bisschen im Central Park umgesehen. Hier wurde übrigens Oktoberfest mit deutschem Bier und teilweise Deutscher Musik gefeiert. Wir haben uns allerdings nicht unter die Massen gemischt, sondern sind weiter zu Rockefeller Center, Grand Central Station und dann schließlich zum Times Square gegangen...
Am Sonntag war erst mal ausschlafen angesagt! Bei 100% blauem Himmel (wie am Vortag) haben wir auf der Terrasse gefrühstückt. Bei 1,5 bis 2 Stunden Joggen am Strand und anschließendem Bad im Atlantik habe ich mir ein bisschen den Pelz verbrannt. Offenbar war in NYC zwischen den Wolkenkratzern so viel Schatten, dass der eine Tag in Manhattan nicht mit 3 Stunden am Strand zu vergleichen war.
our house - our car - our beach und Bilder aus Manhattan.
In Manhattan waren wir am Samstag und haben uns vor allem Downtown angeguckt. Wir sind mit dem Zug direkt von Long Beach zur Penn Station gefahren. Von dort ging's direkt (naja mit Warten an Sicherheitskontrollen und Ticketschalter) auf das Empire State Building. Voller Freude montierte ich meine Teleobjektiv auf die Kamera, machte sie an und konnte auf dem Display lesen "Keine Speicherkarte". Großes Kino! Die hatte ich im Kartenlesen vergessen. Ich habe mir Konrads geliehen und wieder unten galt dem SD-Kartenkauf erst mal höchste Priorität... Nachmittags haben wir eine Hop-On Hop-Off Downtown-Bustour gemacht und haben zwischendurch noch mehr zu Fuß erkundet. Danach haben wir uns ein bisschen im Central Park umgesehen. Hier wurde übrigens Oktoberfest mit deutschem Bier und teilweise Deutscher Musik gefeiert. Wir haben uns allerdings nicht unter die Massen gemischt, sondern sind weiter zu Rockefeller Center, Grand Central Station und dann schließlich zum Times Square gegangen...
Am Sonntag war erst mal ausschlafen angesagt! Bei 100% blauem Himmel (wie am Vortag) haben wir auf der Terrasse gefrühstückt. Bei 1,5 bis 2 Stunden Joggen am Strand und anschließendem Bad im Atlantik habe ich mir ein bisschen den Pelz verbrannt. Offenbar war in NYC zwischen den Wolkenkratzern so viel Schatten, dass der eine Tag in Manhattan nicht mit 3 Stunden am Strand zu vergleichen war.
9/18/2009
engineering mechanics exam is over!
Nach der ersten Woche im Praktikum melde ich mich mal wieder.
Am Sonntag als wir zwischen Koffer auspacken und TM lernen schwankten, bekamen wir Besuch vom "landlord". Nachdem wir in den Schränken das ein oder andere koschere Essen gefunden hatten, waren wir auch auf "alles" vorbereitet. Die Dame zeigte uns noch die ein oder anderen Sachen, die sie aber auch größtenteils mit Post-Its kommentiert hatte. Wir hatten ein recht nettes Gespräch mit ihr und erhofften uns gute Chancen die Miete nicht für vier Monate, sondern nur die 3,2 Monate, die wir hier wohnen werden, zu zahlen, denn sie hatte sich auch sehr gewundert, dass unsere Firma unsere Bleibe nicht zahlt. Leider bekamen wir später einen Anruf von der rental agency nach dem Motto, ob wir uns bewusst wären, dass wir vier Monate für die Wohnung verantwortlich sind.
Abends waren wir noch ein bisschen den Strand auschecken
Montag Morgen ging's in aller Frühe zum Praktikum. Seitdem versuche ich die Feinheiten des "thermal spray" zu verstehen. Ich habe einiges zu lesen bekommen und bekomme vom Abteilungsleiter Powerpointeinweisungen mit "check your knowledge"-Folien am Ende der Kapitel.
Wir verließen an unserem ersten Tag allerdings auch Mittags bereits die Firma um die Monteure von Cablevision zu empfangen und surfen seitdem in unserem eigenen Internet.
Bevor es am Dienstag im Praktikum richtig losging, fuhren Konrad und ich zu einem Labor um dort unseren "drug test" abzulegen. Das ist in den USA bei Neueinstellungen wohl so üblich... (Viele Grüße an Miri an dieser Stelle!) Später machte ich mich mit meinem Prüfstand vertraut. Neben den andauernden Versuchen das Thema "thermal spray" zu erschließen, mache ich jetzt dort Messungen.
Am Mittwoch Abend waren Konrad und ich den 2,25 Meilen Bordwalk am Meer auf und ab Joggen. Danach habe ich mal das Testergebnis des Tuberkulosetests abgerufen und erfuhr: "You have satisfied the Indiana state requirements for Tuberculosis screening"
Damit wir auch am Donnerstag ja nicht zuviel Zeit hatten für TM zu lernen, mussten wir nach der Arbeit bei der Long Island Power Authority vorbeifahren und den Gas- und Stromaccount auf uns umschreiben lassen. Wir hatten fast die perfekte Klischee-US-Behörde gefunden. Auf den ersten und auch zweiten Blick sah es so aus, als könnte man nur an dem drive-thru Schalter bedient werden. Da an diesem eine nicht zu vernachlässigende Autoschlange wartete, schauten wir doch genau hin und fanden einen Eingang. Und wurden sogar an einem Schreibtisch bedient. Typisch amerikanisch gab es aber wieder einen "Wachmann" der einem eine Wartenummer gab und alles vorplapperte was auf diversen Schildern geschrieben stand...
Nun ja TM! Heute (Freitag) Morgen wurde die Klausur geschrieben und die Woche über Abends haben wir dafür gelernt. Zumindest soviel wie es nach 50min Autofahrt + Arbeitstag von acht Stunden + 50min Rückfahrt + diverses Zeugs erledigen noch in den Kopf wollte. Geschrieben wurde heute in einem klimatisierten Konferenzzimmer der Firma. Leider war die Klimatisierung so eingestellt, dass ich fast als Eiszapfen nach drei Stunden rauskam.
Heute Abend haben wir uns nach getaener Klausur und Arbeit etwas schönes zu Essen gegönnt. Im Supermarkt haben wir zwei Scheiben totes Rindvieh erstanden (jeweils weit über ein pound ;-) ). Frisch gegrillt mit "colesaw salat" und Baguette hat es sehr gut gemundet!
Am Sonntag als wir zwischen Koffer auspacken und TM lernen schwankten, bekamen wir Besuch vom "landlord". Nachdem wir in den Schränken das ein oder andere koschere Essen gefunden hatten, waren wir auch auf "alles" vorbereitet. Die Dame zeigte uns noch die ein oder anderen Sachen, die sie aber auch größtenteils mit Post-Its kommentiert hatte. Wir hatten ein recht nettes Gespräch mit ihr und erhofften uns gute Chancen die Miete nicht für vier Monate, sondern nur die 3,2 Monate, die wir hier wohnen werden, zu zahlen, denn sie hatte sich auch sehr gewundert, dass unsere Firma unsere Bleibe nicht zahlt. Leider bekamen wir später einen Anruf von der rental agency nach dem Motto, ob wir uns bewusst wären, dass wir vier Monate für die Wohnung verantwortlich sind.
Abends waren wir noch ein bisschen den Strand auschecken
Montag Morgen ging's in aller Frühe zum Praktikum. Seitdem versuche ich die Feinheiten des "thermal spray" zu verstehen. Ich habe einiges zu lesen bekommen und bekomme vom Abteilungsleiter Powerpointeinweisungen mit "check your knowledge"-Folien am Ende der Kapitel.
Wir verließen an unserem ersten Tag allerdings auch Mittags bereits die Firma um die Monteure von Cablevision zu empfangen und surfen seitdem in unserem eigenen Internet.
Bevor es am Dienstag im Praktikum richtig losging, fuhren Konrad und ich zu einem Labor um dort unseren "drug test" abzulegen. Das ist in den USA bei Neueinstellungen wohl so üblich... (Viele Grüße an Miri an dieser Stelle!) Später machte ich mich mit meinem Prüfstand vertraut. Neben den andauernden Versuchen das Thema "thermal spray" zu erschließen, mache ich jetzt dort Messungen.
Am Mittwoch Abend waren Konrad und ich den 2,25 Meilen Bordwalk am Meer auf und ab Joggen. Danach habe ich mal das Testergebnis des Tuberkulosetests abgerufen und erfuhr: "You have satisfied the Indiana state requirements for Tuberculosis screening"
Damit wir auch am Donnerstag ja nicht zuviel Zeit hatten für TM zu lernen, mussten wir nach der Arbeit bei der Long Island Power Authority vorbeifahren und den Gas- und Stromaccount auf uns umschreiben lassen. Wir hatten fast die perfekte Klischee-US-Behörde gefunden. Auf den ersten und auch zweiten Blick sah es so aus, als könnte man nur an dem drive-thru Schalter bedient werden. Da an diesem eine nicht zu vernachlässigende Autoschlange wartete, schauten wir doch genau hin und fanden einen Eingang. Und wurden sogar an einem Schreibtisch bedient. Typisch amerikanisch gab es aber wieder einen "Wachmann" der einem eine Wartenummer gab und alles vorplapperte was auf diversen Schildern geschrieben stand...
Nun ja TM! Heute (Freitag) Morgen wurde die Klausur geschrieben und die Woche über Abends haben wir dafür gelernt. Zumindest soviel wie es nach 50min Autofahrt + Arbeitstag von acht Stunden + 50min Rückfahrt + diverses Zeugs erledigen noch in den Kopf wollte. Geschrieben wurde heute in einem klimatisierten Konferenzzimmer der Firma. Leider war die Klimatisierung so eingestellt, dass ich fast als Eiszapfen nach drei Stunden rauskam.
Heute Abend haben wir uns nach getaener Klausur und Arbeit etwas schönes zu Essen gegönnt. Im Supermarkt haben wir zwei Scheiben totes Rindvieh erstanden (jeweils weit über ein pound ;-) ). Frisch gegrillt mit "colesaw salat" und Baguette hat es sehr gut gemundet!
9/13/2009
rental details and pictures
Nachdem ich gestern Abend etwas unerwartet mit dem Schreiben aufhören musste, wollte ich noch loswerden, dass wir mit unserer "cottage" sehr zufrieden sind. Zudem reiche ich erstmal die angekündigten Bilder nach:
Zur Freude aller schafften wir es doch den Kofferraum zu schließen und mussten nur kleine Rucksacke, Laptoptaschen und die blaue Tasche auf den Schoß nehmen. Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass meine Hemden alle Flüge und auch diese Verladung knitterfrei überstanden haben!
Nun zu unserem Häuschen:
Da ich niemanden neidisch machen möchte, verzichte ich auf genauere Beschreibungen! Ich kann jedoch erwähnen, das Besuch willkommen ist, da Konrad und ich in unseren zwei Schlafzimmern und dem Wohnzimmer mit abgetrennter Essecke und offener Küche mit drei Betten, zwei Sofas und einem Klappbett auch den ein oder anderen unterbringen können. Zudem könnte man mal auf der großzügigen Terrasse hinter dem Haus den großen Barbecue anschmeißen. Man könnte zum Meer gehen - das sind gerade mal zwei Minuten Fußweg. Auf halber Strecke dahin gibt es ein paar Kneipen.
Jetzt widme ich mich mal wieder der TM und morgen gehts dann zum Praktikum.
9/12/2009
arrived... - die Zweite
Ich bin heute gut auf Long Island angekommen!
Gestern haben wir noch versucht TM zu lernen. Daran hinderten uns allerdings die Flieger die am Uni-Airport Starts praktizierten und alle ein bis drei Minuten im Tiefflug über unser Apartment flogen. Am Abend war das GEARE-cookout im Cumberland Park. Dort gab es Gegrilltes und wir saßen mit den GEARE Studenten des letzten und der kommenden zwei Jahren und den Profs beisammen...
Anschließend ging es auf eine Houseparty. Schön mit Fässchen Bier auf dem Balkon. Das war allerdings auch bald leer und es wurde Nachschub in Dosen besorgt. Damit habe ich schon diverse "light" Biere probiert, die wegen ihres Preises immer auf Parties angeboten werden. Sie schmecken wie Wasser mit leichtem Beigeschmack (immerhin besser als das mit viel Chlor aus dem Wasserhahn) und von dem Alkohol merkt man erstmal nichts....
Heute morgen kam Chris zum Frühstück. Mit seinem Wagen sollte es zum Flughafen gehen. Als kleines aber lösbares Problem erwieß sich das verstauen des Gepäcks von vier Flugreisenden in dem Kofferraum (Bilder folgen). Während Konrad und ich uns mit dem Fahren und Tasche auf dem Schoß halten abwechselten laßen die Mädel mit Chris zusammen "Natan der Weise" auf der Rückbank.
Unser Pilot war einer von den ganz flotten Sorte. Er bog mit ordentlicher Geschwindigkeit auf den Runway und startete direkt durch. Ebenso bog er mit viel Schwung von der Landebahn in New York wieder ab. Seinen hart erarbeiteten 15 Minuten Vorsprung zur geplanten Landezeit machten allerdings 20 Minuten warten auf ein freies Gate am Ende des Taxiways zu nichte. Noch vor dem Baggage Claim wartete unser Fahrer auf uns der uns anschließend mit lässiger, leicht Geschwindigkeitslimit überschreitender Fahrt zur car rental agency brachte. Anfangs tat er noch so als wüsste er nicht wohin, aber das hat er wohl beim rumklicken auf seinem Handy herausfinden können, denn wir waren promt richtig. Dort wartete Lisa von der Firma und ihr Mann auf uns. Sie hatte unseren Mietwagen schonmal ausprobiert. Das klingt vielleicht ein bisschen albern aber es ist schon ein bisschen angebracht, denn wir haben ein tolles Spielzeug bekommen: Wir reisen auf absolut unamerikanische Weise mit einem Toyota Prius Hybrid.
Kurze Zeit später kreuzte auch Eliot unsere Rental-Spezialist auf und wir folgten ihm zu unsere Haus. Dieses konnten wir zunächst nur von außen begutachten, weil der Schlüssel nicht passte. Wir gingen ein wenig zu Fuß die Nachbarschaft erkunden und warfen einen ersten Blick aufs Meer. Unterdessen telefonierte Eliot ein bisschen und rief uns an als er ins Haus kam.
Mehr folgt demnächst! Ich muss aufhören weil Starbucks, wo ich gerade online bin, gleich schließt! Gute Nacht!
Gestern haben wir noch versucht TM zu lernen. Daran hinderten uns allerdings die Flieger die am Uni-Airport Starts praktizierten und alle ein bis drei Minuten im Tiefflug über unser Apartment flogen. Am Abend war das GEARE-cookout im Cumberland Park. Dort gab es Gegrilltes und wir saßen mit den GEARE Studenten des letzten und der kommenden zwei Jahren und den Profs beisammen...
Anschließend ging es auf eine Houseparty. Schön mit Fässchen Bier auf dem Balkon. Das war allerdings auch bald leer und es wurde Nachschub in Dosen besorgt. Damit habe ich schon diverse "light" Biere probiert, die wegen ihres Preises immer auf Parties angeboten werden. Sie schmecken wie Wasser mit leichtem Beigeschmack (immerhin besser als das mit viel Chlor aus dem Wasserhahn) und von dem Alkohol merkt man erstmal nichts....
Heute morgen kam Chris zum Frühstück. Mit seinem Wagen sollte es zum Flughafen gehen. Als kleines aber lösbares Problem erwieß sich das verstauen des Gepäcks von vier Flugreisenden in dem Kofferraum (Bilder folgen). Während Konrad und ich uns mit dem Fahren und Tasche auf dem Schoß halten abwechselten laßen die Mädel mit Chris zusammen "Natan der Weise" auf der Rückbank.
Unser Pilot war einer von den ganz flotten Sorte. Er bog mit ordentlicher Geschwindigkeit auf den Runway und startete direkt durch. Ebenso bog er mit viel Schwung von der Landebahn in New York wieder ab. Seinen hart erarbeiteten 15 Minuten Vorsprung zur geplanten Landezeit machten allerdings 20 Minuten warten auf ein freies Gate am Ende des Taxiways zu nichte. Noch vor dem Baggage Claim wartete unser Fahrer auf uns der uns anschließend mit lässiger, leicht Geschwindigkeitslimit überschreitender Fahrt zur car rental agency brachte. Anfangs tat er noch so als wüsste er nicht wohin, aber das hat er wohl beim rumklicken auf seinem Handy herausfinden können, denn wir waren promt richtig. Dort wartete Lisa von der Firma und ihr Mann auf uns. Sie hatte unseren Mietwagen schonmal ausprobiert. Das klingt vielleicht ein bisschen albern aber es ist schon ein bisschen angebracht, denn wir haben ein tolles Spielzeug bekommen: Wir reisen auf absolut unamerikanische Weise mit einem Toyota Prius Hybrid.
Kurze Zeit später kreuzte auch Eliot unsere Rental-Spezialist auf und wir folgten ihm zu unsere Haus. Dieses konnten wir zunächst nur von außen begutachten, weil der Schlüssel nicht passte. Wir gingen ein wenig zu Fuß die Nachbarschaft erkunden und warfen einen ersten Blick aufs Meer. Unterdessen telefonierte Eliot ein bisschen und rief uns an als er ins Haus kam.
Mehr folgt demnächst! Ich muss aufhören weil Starbucks, wo ich gerade online bin, gleich schließt! Gute Nacht!
9/11/2009
keep on running!
In meinem letzten Post erwähnte ich "ein paar Schritte auf dem Campus". Diese haben wir mittlerweile zu unzähligen Kilometern ausgebaut. Anfangs ging es zwischen diversen Büros hin und her.
Am Dienstag und Mittwoch haben wir sämtliche Registrierungen an der Uni durchgeführt (ich hoffe zumindest, dass das alle waren).
Neben unzähligem Formulare Ausfüllen, Pass zeigen, DS 2019 und I 94 zeigen und Unterschreiben entnahm man uns sogar drei Pullen Blut für einen Tuberkolose Test. Im PUSH (Purdue University Student Health Center) hatte ich so oder so meine Freude. Bevor man den Tuberkolose Test durchführen sollte musste man seine Impf-Geschichte darlegen. Vorbildlich hatte ich natürlich meinen Impfpass dabei. Aber die Bundeswehr, die mir jenen aus irgendeinem Grund neu ausgestellt hatte, vermerkte dort lediglich wie lange der Impfschutz anhalten soll und nicht wann die Impfung durchgeführt wurde. Mit dieser Information gaben sich die Angestellten allerdings nicht zufrieden und drohten mir mit einer "Allround Impfung". Ziemlich schnell konnte ich jedoch mit Telefon und Email bei meinen Eltern entsprechende Information beschaffen. Nach einigen Stationen im PUSH war ich endlich im Blutabnahmezimmer angekommen und die junge Assistentin wollte mir auch gleich ans Blut. Beim checken der Unterlagen meinte sie allerdings "One thing is missing in here" und grinste breit. Als sie das der deutlich älteren, wohl vorgesetzten Schwester zeigte, lachte diese nur laut und meinte "I'am shure he's a guy!". Man hatte also irgendwo vergessen mein Geschlecht einzutragen... Aber das konnte die junge Dame in 5-10 Minuten Abwesenheit klären ohne von mir einen genaueren Beweis einzufordern. Als krönender Abschluss im PUSH forderte man dann 57 Dollar für den Test. Mal sehen was die Versicherung dazu sagt...
Nachdem wir an der Uni fast alles erledigt hatten, zogen wir los um bank accounts zu eröffnen, da Konrad und ich für unsere Wohnung auf Long Island certified bank cheques auftreiben mussten. Mit neu eröffnetem bank account rannten wir auch gleich raus an den ATM, um dort Geld abzuheben und in der Bank wieder aufs Konto einzuzahlen. Das gleiche Spiel planten wir bis zum Ende der Woche jeden Tag zu machen, um dann am Freitag den Betrag zusammen zu haben.
Für den Dienstag stand noch ein "kleiner" Punkt auf unserer Check-Liste: Handys besorgen. Da wir Beratung wünschten, um den richtigen Vertrag zu wählen, fuhren wir in die Tippecanoe Mall. Im dortigen BestBuy konnte man uns allerdings auch nicht viel mehr sagen als wir vorher dem Internet entnommen hatten. Etwas verwundert erfuhren wir, dass es keine Sim-Karten ohne Handy gibt. Nachdem wir uns fast alle den T-Mobile PayAsYouGo Prepaid Plan ausgesucht hatten war auch klar, dass wir das günstigste Handy für 30$ in Graßhüpfergrün haben wollten. Es gab allerdings nur noch vier davon... Diese aktivieren zu lassen dauerte aber auch über 1,5 Stunden. Auf dem Rückweg zum Bus entdeckte ich in der Mall noch einen Radio Shack und auch ein T-Mobile Handy, das nur 20$ kostete. Schön dass ich mich vorher zurückgehalten habe ;-) Mit dem letzten Bus ging es wieder richtung Uni (der letzte fährt um 9 pm obwohl die Mall noch ein bisschen auf hat) Auf der Busfahrt vielen leider einige den andauernden Klimaanlagenbedingten heiß-kalt Wechseln und dem forschen Fahrstil des Busfahres zum Opfer und unser Heimweg verzögerte sich...
Am Mittwoch versuchten wir uns erstmal kläglich mit einer TM Altklausur. Mittags ging dann das Gerenne an der Uni weiter. zwischendurch beim Mittagessen nutzen wir wieder die Chance online zu sein. Unsere Internetausflüge sehen für alle anderen in dem überfüllten Aufenthaltsraum sicher sehr lustig aus. Notebooks werden getauscht, da nicht alle ins WLAN kommen, man beugt sich über die Tastaturen und schreit ins Micro beim kläglichen Versuch zu skypen, man ärgert sich über Emails, die einem offenbaren dass man für seine nächste Wohungen 1500$ commission zahlen soll. Und das das Geld noch heute per overnight nach New York soll.
Zum Glück sollten hier Verwandte in den USA aushelfen und wir machten uns auf den Weg zu Bank um unseren Anteil der cheques zu bekommen. Im Anschluss stand ein kleiner Sprint zur post office im benachbarten Lafayette an. Und wir erreichten leicht verschwitz in wirklich letzter Sekunde den Postschalter und konnten unsere Cheques auf die Reise schicken, bevor man den Schalter schloss.
Später erführen wir noch, das unsere Firma die comission übernehmen soll. 1500$ gespart!
Abends haben wir endlich mal selbst gekocht und waren mit einigen Amis die Bars in Campusnähe testen.
Gestern starteten wir mit einer freiwilligen Laufrunde und erkundeten joggender Weise ein paar neue Campusecken. Danach lernten wir wieder TM bis uns der Hunger überkam und entschieden einen Supermarkt aufzusuchen. Laura, Miriam, Konrad und ich zogen los. Auf einer Busfahrt am Vortag hatten wir das General Nutrition Center gesehen und mussten dann nach einigen Minuten Fußweg feststellen, dass man hier allerlei Nahrungsergäzungsmittel zum Bodybuilding bekommt, aber nichts zu essen. OK - kein Problem! Laptop auf, google an, "Purdue Food Store" auf der Purdue Webside gefunden. Dieser ließ sich allerdings nirgends auftreiben und auch sämtliche befragten Passanten meinten, dass man doch mit dem Bus zum Walmart fahren solle (Aus Erfahrung wissen wir aber auch schon, dass das eine halbe Weltreise ist) Letzten Endes waren wir dann doch wieder in der Purdue Memorial Union in einem der Restaurants essen. Auf unserem ca 3 Stunden Spaziergang haben wir wenigstens noch zwei Kreditkarten entsperren können, wobei allerdings auch ein gesamtes Handyguthaben zu Nichte gemacht wurde.
Am Nachmittag erbahmte sich Chris und lud uns in seine Fraternity zum Essen ein und fuhr anschließend mit uns zum Walmart. Dort mussten wir leider feststellen, das man keinen Sixpack Bier an fünf Leute verkaufen kann, von denen nur vier ihre US-ID oder ein US-Visum dabei haben und einer lediglich einen europäischen Führerschein und einen deutschen Personalausweis im Angebot hat.
Bei unserer heutigen Joggingrunde haben Konrad und ich den Uni Golfplatz umrundet und den unzähligen Gärtnern auf ihrern Aufsitzrasenmähern (ohne Sprüheinrichtung ;-) ) zugeguckt.
Jetzt gerade sitzte ich vor dem mechanical engineering buildung im Schatten und bin endlich mal wieder im Internet, da unser Apartment am A.... der Welt kein Internet hat.
Heute Abend gehts zum GEARE-cookout und morgen geht der Flieger nach New York. Wann der nächste Post kommt, kann ich noch nicht sagen, weil wir in der Wohnung noch kein Internet haben. Wenn wir denn überhaupt einziehen dürfen bei dem ganzen Hickhack ums Geld...
Hier hab ich noch ein paar Impressionen der letzten Woche für euch:
Am Dienstag und Mittwoch haben wir sämtliche Registrierungen an der Uni durchgeführt (ich hoffe zumindest, dass das alle waren).
Neben unzähligem Formulare Ausfüllen, Pass zeigen, DS 2019 und I 94 zeigen und Unterschreiben entnahm man uns sogar drei Pullen Blut für einen Tuberkolose Test. Im PUSH (Purdue University Student Health Center) hatte ich so oder so meine Freude. Bevor man den Tuberkolose Test durchführen sollte musste man seine Impf-Geschichte darlegen. Vorbildlich hatte ich natürlich meinen Impfpass dabei. Aber die Bundeswehr, die mir jenen aus irgendeinem Grund neu ausgestellt hatte, vermerkte dort lediglich wie lange der Impfschutz anhalten soll und nicht wann die Impfung durchgeführt wurde. Mit dieser Information gaben sich die Angestellten allerdings nicht zufrieden und drohten mir mit einer "Allround Impfung". Ziemlich schnell konnte ich jedoch mit Telefon und Email bei meinen Eltern entsprechende Information beschaffen. Nach einigen Stationen im PUSH war ich endlich im Blutabnahmezimmer angekommen und die junge Assistentin wollte mir auch gleich ans Blut. Beim checken der Unterlagen meinte sie allerdings "One thing is missing in here" und grinste breit. Als sie das der deutlich älteren, wohl vorgesetzten Schwester zeigte, lachte diese nur laut und meinte "I'am shure he's a guy!". Man hatte also irgendwo vergessen mein Geschlecht einzutragen... Aber das konnte die junge Dame in 5-10 Minuten Abwesenheit klären ohne von mir einen genaueren Beweis einzufordern. Als krönender Abschluss im PUSH forderte man dann 57 Dollar für den Test. Mal sehen was die Versicherung dazu sagt...
Nachdem wir an der Uni fast alles erledigt hatten, zogen wir los um bank accounts zu eröffnen, da Konrad und ich für unsere Wohnung auf Long Island certified bank cheques auftreiben mussten. Mit neu eröffnetem bank account rannten wir auch gleich raus an den ATM, um dort Geld abzuheben und in der Bank wieder aufs Konto einzuzahlen. Das gleiche Spiel planten wir bis zum Ende der Woche jeden Tag zu machen, um dann am Freitag den Betrag zusammen zu haben.
Für den Dienstag stand noch ein "kleiner" Punkt auf unserer Check-Liste: Handys besorgen. Da wir Beratung wünschten, um den richtigen Vertrag zu wählen, fuhren wir in die Tippecanoe Mall. Im dortigen BestBuy konnte man uns allerdings auch nicht viel mehr sagen als wir vorher dem Internet entnommen hatten. Etwas verwundert erfuhren wir, dass es keine Sim-Karten ohne Handy gibt. Nachdem wir uns fast alle den T-Mobile PayAsYouGo Prepaid Plan ausgesucht hatten war auch klar, dass wir das günstigste Handy für 30$ in Graßhüpfergrün haben wollten. Es gab allerdings nur noch vier davon... Diese aktivieren zu lassen dauerte aber auch über 1,5 Stunden. Auf dem Rückweg zum Bus entdeckte ich in der Mall noch einen Radio Shack und auch ein T-Mobile Handy, das nur 20$ kostete. Schön dass ich mich vorher zurückgehalten habe ;-) Mit dem letzten Bus ging es wieder richtung Uni (der letzte fährt um 9 pm obwohl die Mall noch ein bisschen auf hat) Auf der Busfahrt vielen leider einige den andauernden Klimaanlagenbedingten heiß-kalt Wechseln und dem forschen Fahrstil des Busfahres zum Opfer und unser Heimweg verzögerte sich...
Am Mittwoch versuchten wir uns erstmal kläglich mit einer TM Altklausur. Mittags ging dann das Gerenne an der Uni weiter. zwischendurch beim Mittagessen nutzen wir wieder die Chance online zu sein. Unsere Internetausflüge sehen für alle anderen in dem überfüllten Aufenthaltsraum sicher sehr lustig aus. Notebooks werden getauscht, da nicht alle ins WLAN kommen, man beugt sich über die Tastaturen und schreit ins Micro beim kläglichen Versuch zu skypen, man ärgert sich über Emails, die einem offenbaren dass man für seine nächste Wohungen 1500$ commission zahlen soll. Und das das Geld noch heute per overnight nach New York soll.
Zum Glück sollten hier Verwandte in den USA aushelfen und wir machten uns auf den Weg zu Bank um unseren Anteil der cheques zu bekommen. Im Anschluss stand ein kleiner Sprint zur post office im benachbarten Lafayette an. Und wir erreichten leicht verschwitz in wirklich letzter Sekunde den Postschalter und konnten unsere Cheques auf die Reise schicken, bevor man den Schalter schloss.
Später erführen wir noch, das unsere Firma die comission übernehmen soll. 1500$ gespart!
Abends haben wir endlich mal selbst gekocht und waren mit einigen Amis die Bars in Campusnähe testen.
Gestern starteten wir mit einer freiwilligen Laufrunde und erkundeten joggender Weise ein paar neue Campusecken. Danach lernten wir wieder TM bis uns der Hunger überkam und entschieden einen Supermarkt aufzusuchen. Laura, Miriam, Konrad und ich zogen los. Auf einer Busfahrt am Vortag hatten wir das General Nutrition Center gesehen und mussten dann nach einigen Minuten Fußweg feststellen, dass man hier allerlei Nahrungsergäzungsmittel zum Bodybuilding bekommt, aber nichts zu essen. OK - kein Problem! Laptop auf, google an, "Purdue Food Store" auf der Purdue Webside gefunden. Dieser ließ sich allerdings nirgends auftreiben und auch sämtliche befragten Passanten meinten, dass man doch mit dem Bus zum Walmart fahren solle (Aus Erfahrung wissen wir aber auch schon, dass das eine halbe Weltreise ist) Letzten Endes waren wir dann doch wieder in der Purdue Memorial Union in einem der Restaurants essen. Auf unserem ca 3 Stunden Spaziergang haben wir wenigstens noch zwei Kreditkarten entsperren können, wobei allerdings auch ein gesamtes Handyguthaben zu Nichte gemacht wurde.
Am Nachmittag erbahmte sich Chris und lud uns in seine Fraternity zum Essen ein und fuhr anschließend mit uns zum Walmart. Dort mussten wir leider feststellen, das man keinen Sixpack Bier an fünf Leute verkaufen kann, von denen nur vier ihre US-ID oder ein US-Visum dabei haben und einer lediglich einen europäischen Führerschein und einen deutschen Personalausweis im Angebot hat.
Bei unserer heutigen Joggingrunde haben Konrad und ich den Uni Golfplatz umrundet und den unzähligen Gärtnern auf ihrern Aufsitzrasenmähern (ohne Sprüheinrichtung ;-) ) zugeguckt.
Jetzt gerade sitzte ich vor dem mechanical engineering buildung im Schatten und bin endlich mal wieder im Internet, da unser Apartment am A.... der Welt kein Internet hat.
Heute Abend gehts zum GEARE-cookout und morgen geht der Flieger nach New York. Wann der nächste Post kommt, kann ich noch nicht sagen, weil wir in der Wohnung noch kein Internet haben. Wenn wir denn überhaupt einziehen dürfen bei dem ganzen Hickhack ums Geld...
Hier hab ich noch ein paar Impressionen der letzten Woche für euch:
purdue bell tower
squirrel - davon gibts am Campus unendlich viele...
Tippecanoe County Courthouse in Lafayette
Zwei Wagen der Campus Polizei (Natürlich mit geladener Sturmfeuerwaffe im Waffenhalter)
Der engineering fountain
Das ist gerade fünf Meter weiter meines jetztigen Standpunkts
9/07/2009
arrived...
Nach einem herzlich unspektakularen und wie zu erwarten langen Flug wurden wir am Flughafen von Kyle herzlich empfangen. Entgegen erster Erwartungen war es auch kein Problem unser gesammeltes Gepäck im Auto zu verstauen. Der verbleibende Fußraum übertraf sogar um Längen den des Fliegers.
Unterwegs nach West Lafayette zur Uni führen wir auf einem typischen Highway. Zwei Spuren, Reifenfetzen auf dem Standstreifen und irgendwann einen Cop der jemanden zum Anhalten zwang. Zudem standen im Umland auch sehr viele Windräder. Das hielten wir jetzt auf Anhieb nicht typisch amerikanisch. Aber sie standen genau wie an den deutschen Autobahnen still...
Nach einem kurzen Zwischenstopp bei Wendys sahen wir dann erste Werbeschilder der Uni. 55 Meilen vor West Lafayette wurden die Basketballspiele des Uni Teams auf einer überdimensionalen Werbetafel angepriesen.
An der Ausfahrt verwies dieses, aus dem Handgelenk abgelichtete, Schild zweifellos darauf hin dass wir hier richtig sind.
Wir fuhren entlang des Campus zur Purdue Village. Hier sollte irgendwo unsere Bleiben für die erste Woche zu finden sein. Nach einigem Suchen fanden wir im hintersten Eck den Block mit den Wohnungen, zu denen unsere Schlüssel passten.
Wir beziehen für unsere erste Woche an der Uni zwei kleine Wohnungen. Jeweils ein Zimmer mit zwei Stockbetten, ein kleines Bad und Wohnzimmer mit Küchenzeile. Natürlich war eine Wohnung den Jungs, Konrad und mir, zugewiesen. Die andere den fünf Mädels ;-) Naja ich denke wir werden den Mädels noch ein Bettchen abdrücken. Den ein oder anderen Haken an den Wohnungen, die nach meiner kurzen Beschreibung sicher super klingen, fanden wir jedoch auch. Zum Beispiel sind keinerlei Geschirr, Besteck oder Töpfe zu finden. Wir werden also auf Nahrung zurückgreifen, die wir im Kühlschrank/Tiefkühl aufbewaren und auf dem Rost im Backofen zubereiten können.
Nach ein paar Schritten auf dem Campus sitzen wir nun in der Purdue Memorial Union und haben die Verbindung zum Internet aufgebaut.
Unterwegs nach West Lafayette zur Uni führen wir auf einem typischen Highway. Zwei Spuren, Reifenfetzen auf dem Standstreifen und irgendwann einen Cop der jemanden zum Anhalten zwang. Zudem standen im Umland auch sehr viele Windräder. Das hielten wir jetzt auf Anhieb nicht typisch amerikanisch. Aber sie standen genau wie an den deutschen Autobahnen still...
Nach einem kurzen Zwischenstopp bei Wendys sahen wir dann erste Werbeschilder der Uni. 55 Meilen vor West Lafayette wurden die Basketballspiele des Uni Teams auf einer überdimensionalen Werbetafel angepriesen.
An der Ausfahrt verwies dieses, aus dem Handgelenk abgelichtete, Schild zweifellos darauf hin dass wir hier richtig sind.
Wir fuhren entlang des Campus zur Purdue Village. Hier sollte irgendwo unsere Bleiben für die erste Woche zu finden sein. Nach einigem Suchen fanden wir im hintersten Eck den Block mit den Wohnungen, zu denen unsere Schlüssel passten.
Wir beziehen für unsere erste Woche an der Uni zwei kleine Wohnungen. Jeweils ein Zimmer mit zwei Stockbetten, ein kleines Bad und Wohnzimmer mit Küchenzeile. Natürlich war eine Wohnung den Jungs, Konrad und mir, zugewiesen. Die andere den fünf Mädels ;-) Naja ich denke wir werden den Mädels noch ein Bettchen abdrücken. Den ein oder anderen Haken an den Wohnungen, die nach meiner kurzen Beschreibung sicher super klingen, fanden wir jedoch auch. Zum Beispiel sind keinerlei Geschirr, Besteck oder Töpfe zu finden. Wir werden also auf Nahrung zurückgreifen, die wir im Kühlschrank/Tiefkühl aufbewaren und auf dem Rost im Backofen zubereiten können.
Nach ein paar Schritten auf dem Campus sitzen wir nun in der Purdue Memorial Union und haben die Verbindung zum Internet aufgebaut.
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