In meinem letzten Eintrag habe ich geschrieben, dass ich mich melde sobald der Anfangsstress vorüber ist. Nun ja mittlerweile ist es März! Meinen Computer konnte ich an dem Wochenende auch wieder neu aufsetzen. Allerdings fing dann der Unialltag an…
Hier an der Purdue University bin ich mit vier „engineering classes“ gut beschäftigt. Jede Woche gibt es acht oder neun Hausaufgaben, Prelab-Aufgaben und Lab-Reporte abzugeben, die benotet werden und in meine Endnoten einfließen. So kommt es dass, man doch immer wieder mehr Zeit als man eigentlich möchte in der Uni verbringt. In der Uni stehen uns dafür ausreichend Arbeitsräume und Computer mit guter Softwareausstattung und großen Breitbildschirmen zur Verfügung. Wenn man sich von dem ganzen Stress erholen möchte steht das große Sportcenter mit Schwimmbad und Fitnesscenter zur Verfügung. Hier gehe ich gern schwimmen oder setze mich mal auf ein Ruderergo.
Für die Abendgestaltung gibt es hier ein paar Bars und den Neon-Cactus, die Disco in West Lafayette. Ansonsten gibt es auch immer mal wieder eine Party bei mir im Haus. Ich wohne hier bei einer Fraternity.
Ich bin zwar kein Mitglied aber genieße die Vorzüge im Haus. Dazu zählt vor allem das Essen. Zum Frühstück stehen eine Auswahl an Frühstückszerealien und Bagels zur Verfügung. Unter der Woche kocht mittags und abends unser Koch. Das genießen vor allem auch die anderen des Austauschprogramms, da es immer ausreichend zu Essen gibt, dass ich Gäste mitbringen kann. Das Essen ist echt super, sodass ich meistens nach dem Essen feststellen muss, dass ich eigentlich zu viel gegessen habe. An den Wochenenden werden Reste warmgemacht oder aus den Vorräten im Kühlschrank gekocht. Hier im Haus habe ich noch andere Vorzüge wie kostenloses Internet, Drucker, Waschmaschine, Trockner, etc. Seit vorletzter Woche spiele ich immer mal wieder mit ein paar Jungs nach dem Abendessen eine paar Runden Billard an unserem Pooltisch.
Hier in West Lafayette habe ich schon zwei Basketballspiele des Uniteams gesehen. In der Mackey Arena war auch beides Mal gute Stimmung und Purdue hat gewonnen.
Im Januar und Februar hatten wir hier meist einen Wechsel aus ca. drei Tagen Schneefall und drei Tagen kein Niederschlag / leichtes Tauwetter. Mittlerweile ist der Schnee weggetaut. Die letzten drei Tage waren sonnig und auch schon recht angenehm warm. Heute war ich nur im Shirt draußen und hatte die Fenster beim Autofahren offen.
Heute geht später geht es ins Home-Depot um ein paar Teile für unser Senior-Design-Project zu besorgen. Meine Gruppe baut ein ROV (remote operated vehicle), ein kleines U-Boot für Erkundungszwecke. Wir nehmen sogar am ersten Mai mit dem Gefährt an einem Wettbewerb teil, bei der ein paar Aufgaben in einem Pool zu erfüllen sind.
Auch wenn ich hier recht wenig Freizeit habe, geht’s mir hier doch sehr gut! Erwartet also nicht allzu viele Blogeintrage. Ich könnte zwar von den letzten Wochen noch mehr erzählen und werde auch genug zu erzählen haben. Vor allem wenn es nächstes Wochenende zum Springbreak nach Utah geht. Dort werde ich Skifahren, Mountainbiken und Nationalparks ansehen. Da in der Woche danach direkt wieder zwei Exams anstehen, muss ein Bericht sicher auf sich warten lassen…
