10/22/2009

About comfort – hot and cold water

Am Freitag habe ich mir überlegt einen Blogeintrag mit dem Titel “Wy do Americans love Offroads, SUVs, Pickups and other huge cars?” zu schreiben. Immer wieder fallen einem hier beachtliche Schlaglöcher auf. Diese findet man ganz unabhängig davon ob man sich auf einem Highway oder in der letzten Sackgasse bewegt. Auch die Betonplattenbauweise so mancher Straßen verpassen dem Auto mächtige Schläge. Da ist es natürlich von Vorteil ein geschmeidiges Fahrwerk unter dem Hintern zu haben. Dass Wasser bergab fließt und sich in Senken sammelt, wurde beim Bau der meisten Straßen nicht beachtet. Hier empfiehlt es sich natürlich auch mit einem Gefährt der entsprechenden Größe (und Unterbodenhöhe) unterwegs zu sein, dass die Fahrgastzelle auch bei größeren Senken trocken bleibt. Wir sind zwar mit unserem kleinen Prius noch nicht nass geworden, aber solche Dinge würde man in Deutschland einfach nicht so leicht finden.Den Ausschlag mal etwas über Straßenverhältnisse zu schreiben, gab mir dann der Freitag morgen. Wir wollten zur Arbeit und unser Auto stand im Wasser! Eine der Durchgangsstraßen, an der wir geparkt hatten, stand unter Wasser:


Da das Wasser offenbar nicht durch einen Lattenzaun zum Meer abfließen wollte, war klar, dass es sich bei dem Wasser um die Flut handelte. Auf unserer Fahrt zur Arbeit waren auch einige Flächen die normalerweise mit Schilf bewachsen sind mit Wasser bedeckt.
Nun gut wir begaben uns direkt nach der Arbeit auf unseren Wochenendetrip und ich hatte keine Möglichkeit den Eintrag zu schreiben. Bei der Fahrt durch New York City meinte übrigens ein Bautrupp Freitag mittags zwei von drei Spuren sperren zu müssen, um ein Miniaturschlagloch auszubessern. Ein Tropfen auf den heißen Stein, aber wenigstens einen ordentlichen Stau verursacht!

Das meine Straßenberichte haben bislang nur teilweiße mit dem „hot and cold water“ aus der Überschrift zu tun haben ist nicht weiter schlimm, weil ich jetzt zum kalten Wasser komme:
Am Montag abend kamen wir von unserem verlängertem Wochenende nach Hause und am Dienstag Morgen vor der Arbeit war die Dusche kalt. Ar*** kalt!! Den Schock haben wir überlebt und nach der Arbeit habe ich mich mal im Schuppen umgesehen. Die Gasflamme am Boiler war aus. Zudem lief ein Rinnsal den Kessel hinunter. Es war relativ klein und wurde erst mal als vernachlässigbar eingestuft. Nach einer 14 Punkte umfassenden Beschreibung habe ich die Flamme neu entzündet. Neben einigen lächerlichen Warnungen war es eigentlich die normale Vorgehensweise: Gas abdrehen – lüften – Gas an -  Anzünden! Ich vermutete nach einigen Minuten wieder warmes Wasser zu haben. Leider war dem nicht so und aus dem Wasserhahn kam nur ein Rinnsal lauwarmes Wasser. Wieder im Schuppen „fand“ ich das übrige Wasser, das ich am Wasserhahn erwartet habe. Aus unserem Boiler ergoss sich ein kleiner Springbrunnen in den Schuppen. Also: Wasser aus – Gas aus – am nächsten Morgen die Vermieter angerufen.
Ich habe ich unser Problem mit dem Wasserfall am Boiler geschildert und sie meinte sie kümmert sich darum. Da wir noch mit der Firma abends Essen waren, habe ich sie nachmittags noch einmal angerufen, um mich über den Stand der Reparatur zu erkundigen. „Alles sei in Ordnung. Ihr solltet wieder warmes Wasser haben“ hörte ich. Passend zum Thema Wasser waren wir übrigens in einem Seafood Restaurant. Als wir zu Hause ankamen gab es natürlich kein warmes Wasser. Die gute Dame hatte unsere Gasflamme angemacht, aber den Wasserhahn abgedreht gelassen. Verständlich, dass so für sie kein Springbrunnen mehr zu erkennen war...
Heute morgen habe ich sie dann nach einer sehr erfrischenden Dusche erneut angerufen. Mittlerweile hieß es, dass der Boiler ersetzt werden soll. Heute oder Morgen. Leider fanden wir Abends wieder den alten Boiler im Schuppen.
Die nächste kalte Dusche blieb uns allerdings erspart, denn der Mann der Vermieterin kreuzte mit einem Handwerker auf. Sie brachten auch einen neuen Boiler und zum Glück eine große „Krimskrams“-Kiste mit, aus der später die passenden Anschlüsse gefischt wurden. Wir halfen ein wenig das alte Modell auszubauen.




Und freuten uns als der neue Boiler angeschlossen war.

Zur Entschädigung für drei Tage Kaltwasser wurden wir noch zum Essen eingeladen. Ab jetzt gibt es bei uns wieder wahlweise alles von kalt bis heiß aus der Leitung.

1 comment:

  1. Hallo Georg,

    ich bin durch Zufall auf deinen Blog gestoßen! Ist ja wirklich sehr spannend, was du so alles erlebt hast! Auch Deine Tips und Geschichten sind klasse und sehr hilfreich fuer Leute, die etwas ähnliches vorhaben. So kann man wenigstens über das Internet schon mal einen ersten Eindruck gewinnen! Es freut mich aber, dass du trotz der kleinen "Missgeschicke" immer noch einen lustigen Punkt darin siehst! Keep on smiling!

    Ich arbeite für eine Uni aus den USA, die auch in Deutschland ein Büro hat. Auf unserem Blog www.ISOgermany.com/blog geben wir auch hilfreiche Hinweise zum Leben in den USA. Ich denke, es ist wichtig, die ein oder andere Info schon vor der Abreise zu haben und auch Erfahrungsberichte wie Deine zu lesen, damit man eine ungefähre Vorstellung hat, was einen erwartet! Noch mal vielen Dank!
    Maria

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